Selbstgemachtes Sauerkraut

Sauerkraut 

Zwei Zutaten für dein lebendiges und regionales Superfood! 

Frischen Rotkohl und Salz, mehr brauchst Du nicht um zu starten. 

Warum ich nur noch Rotkohl zu Sauerkraut fermentiere erkläre ich Dir im Video.  

Kleiner Tipp: Es hat was mit den wasserlöslichen Pflanzenfarbstoffen (Anthocyanen) zu tun. 

Sauerkraut gilt im Volksmund als typisch deutsches LEBENSmittel, allerdings haben sich viele Nationen zeitgleich mit der milchsauren Vergärung beschäftigt oder Ihnen sind Nahrungsmittel mit dem Ergebnis „verdorben“, dass Sie bekömmlicher, gesünder und leckerer wurden. 

Sauerkraut ein probiotisches und wertvolles Lebensmittel ist, das seinen Namen auch verdient. 

Denn durch die Vergärung mit Milchsäurebakterien bilden sich viele lebenswichtige Stoffe wie Vitamin C, Mineralstoffe und das so wichtige Vitamin B12, was es perfekt für die vegane Ernährung macht.  

Also ran an den Hobel!

Was die Seefahrer vor der Vitamin C Mangelkrankheit Skorbut geschützt hat, kannst Du mit kurzer Vorbereitungszeit und etwas Wartezeit (Fermentation) zu Hause machen. Natürlich, frisch und gesund😊 

Deine Darmbakterien (Mikrobiom) werden vor Freude tanzen, wenn Du Ihnen regelmäßig Probiotika wie Sauerkraut zum Futtern gibst. 

PS: Die allermeisten Produkte aus dem Supermarkt sind pasteurisiert, heißt erhitzt. Das mögen die Milchsäuren und Bakterien gar nicht und Du bekommst totes Kraut. Deshalb wirst auch Du auf Dauer auch nie über 42°C Fieber haben, denn sonst denaturieren deine körpereigenen Zellen und Bakterien. 

  • 1000 g Rotkraut
  • 15 g Salz
  • Falls gewünscht: Gewürze wie Kümmel, Anis, Fenchel, Pfeffer etc.
  1. Wasche die Gläser heiß aus.
  2. Entferne die äußeren Blätter des Rotkohls und lege diese beiseite
  3. Halbiere oder viertele ihn längs.
  4. Hobel den Kohl in eine große Schüssel und gebe das Salz und optional die Gewürze zum Kohl hinzu.
    • Tipp: Mithilfe eines Gemüsehobels oder eines scharfen Messers kannst du ihn in möglichst feine Streifen hobeln oder schneiden.
  5. Damit Wasser aus dem Kohl austritt, knete ihn 5 Minuten lang.
  6. Drücke das Kraut fest in die Gläser bis wenige Zentimeter unter den Rand des Glases. Es sollte wenig Luft im Gefäß sein und der Kohl vollständig mit dem Saft bedeckt sein. Danach den Rand und die Außenseite des Glases mit einem Tuch säubern und die Gläser verschließen.
  7. Die Gläser in eine große Schüssel stellen. Es kann passieren, dass während der Gärung der aufsteigende Saft etwas austritt.
  8. Für 5-7 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Steigen die ersten Bläschen auf, hat der Fermentationsprozess begonnen. Dein Sauerkraut ist fertig, wenn keine Bläschen mehr aufsteigen.
  9. Anschließend das Sauerkraut an einem kühlen, dunklen Ort bestenfalls vier Wochen reifen lassen (bis zu einem Jahr lagerfähig)
    • Tipp: Es reift während der Lagerung weiter und verändert seinen Geschmack und Textur. Probiere einfach, wann es dir am besten schmeckt.

Guten Appetit!